Ein Sommergruß

Liebe Besucher unserer Homepage,
liebe Gäste und Einheimische,

die Urlaubszeit ist angebrochen. Kein Tag, an dem ich nicht höre: „Endlich Urlaub!“, „Ich bin urlaubsreif!“ oder „Ich lebe nur noch auf meinen Urlaub hin!“.

Hinter diesen Ausrufen steckt die Sehnsucht, einmal richtig auszuspannen, aller Hektik zu entfliehen, einfach nicht erreichbar zu sein. Der Urlaub erlaubt mir, nichts leisten zu müssen.

Sommer, Urlaub und Natur - die reinste Erholung. Foto: Lehmann

Diese Sehnsucht ist ganz menschlich, vielleicht gar gottgewollt. Steht doch im 5. Buch Mose, Vers 12ff: Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligst, wie der Herr, dein Gott, dir geboten hat. Am siebten Tag sollst du keine Arbeit tun. Denke an deine Zeit der Knechtschaft in Ägypten, aus der dich Gott befreit hat. Denke daran, wie es ist, ohne freien Tag zu leben: Da lebst du wie in der Sklaverei.

Dass der Mensch Erholung braucht, ist eine uralte Erkenntnis. Und doch wurde sie immer wieder vergessen. So hatten in der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert viele Arbeiter keinen freien Tag. Erst 1895 wurde die Sonntagsruhe gesetzlich festgesetzt – sozusagen als kleiner, wöchentlicher Urlaub.

Der Jahresurlaub ist folglich der reiche Verwandte des Sonntags. Eine verdiente Auszeit von vielen Verpflichtungen. Ein Stück Freiheit. Genießen wir sie!

Erholsame Urlaubs- und Sommerstunden wünscht Ihnen

Ihr Dekan

Johannes Grünwald